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»Der Prediger und Katechet« ist die älteste und auflagenstärkste Predigtzeitschrift im deutschsprachigen Raum.
Sie bietet homiletisch qualifizierte Hilfen für alle in der Verkündigung Stehenden: Priester, Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit diesem Dienst beauftragte Laien.

Unsere aktuelle Ausgabe 5/2022 mit folgenden Beiträgen:
Wort an die Leser
Stefan Walser
Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe in Zeiten des Hasses: So heißt das neue Buch von Florian Illies. Anhand von berühmten Liebespaaren zeichnet der Autor ein Epochengemälde der 1930er Jahre. Doch all die schönen und bisweilen verwickelten Beziehungsgeschichten, die Illies meisterhaft erzählt, können nicht davon ablenken, dass sie in eine schwierige Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus und eines nahenden Weltkrieges fallen. Bei aller Flucht ins private Glück, in Liebe und Liebschaften, und bei allem Hype um die Partymetropole Berlin entpuppt sich die Zeit der Weimarer Republik eben doch nur als eine Zwischen-Kriegs-Zeit.

Liebe in Zeiten des Hasses erscheint in der Zeit des furchtbaren Ukraine-Krieges und wirft die verstörende Frage auf, ob die letzten Jahrzehnte in Europa doch wieder nur eine Zwischen-Kriegs-Zeit waren. »Liebe in Zeiten des Hasses« – das benennt sehr treffend auch die Herausforderung, in der wir Predigerinnen und Prediger stehen. Welche Worte fallen uns ein in diesen Zeiten des Hasses? Wie predigen in einer in so vielerlei Hinsicht prekären und unklaren Situation? Was sollten wir anderes tun, als schlicht und einfach von der Liebe Gottes zu reden, von nichts als der Liebe angesichts von Hass und Krieg …

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Leseprobe 1
19. Sonntag im Jahreskreis
Philipp Reichling

I. Lesepredigt: Wie geht Glauben? (Hebr 11,1–2.8–19)


Statio
»Was kommt auf uns zu?« Angesichts vieler Ungewissheiten ist das die sorgenvolle Frage vieler Menschen. Wird das, was unverfügbar in der Zukunft liegt, zerstörerisch und abgründig oder gut, aufbauend und menschenfreundlich sein? Um den Umgang mit dieser offenen Zukunft geht es in den Lesungen des heutigen Sonntags: Sie mahnen zum wachen Dasein, inspirieren zur Hoffnung und ermutigen uns – wie es in der ersten Lesung heißt –, mitten im Unvorhersehbaren »Güter und Gefahren zu teilen« und dabei in die »Loblieder der Väter und Mütter des Glaubens« einzustimmen (vgl. Weish 18,9). Bereiten wir uns zu Beginn des Gottesdienstes in einem Augenblick der Stille dafür – und stimmen wir dann ein in das Lob der Barmherzigkeit Gottes.
Siegfried Kleymann

Die alltägliche Rede vom Glauben

Wie oft geht mir eigentlich tagtäglich das Wort »glauben« einfach so über die Lippen? »Kaum zu glauben, wie oft das passiert.« Und kurioserweise geht damit nicht selten ein unausgesprochener Zweifel einher. Dann sage ich: »Ja, ich glaub‘ schon«, stehe aber gar nicht richtig hinter der gemeinten Sache. Oder ich zweifele direkt: »Das ist ja unglaublich« – und unterstelle sogar: »Das glaubst du doch selbst nicht!«
Wer sagt »ich glaube«, der meint alltagssprachlich eigentlich: Ich weiß es selbst nicht so genau. Wenn ich zum Beispiel nach dem Weg gefragt werde und antworte: »Ich glaube, Sie müssen an der dritten Ampel links gehen …«, dann bin ich mir selbst nicht sicher mit meiner Antwort. Glauben kaschiert dann eher das eigene Unwissen und steht für Unverbindlichkeit.
Wenn das den Alltag ausmacht, wie ist es dann eigentlich jetzt hier in der Kirche, im Gottesdienst? Immerhin sagen wir doch, dass unser Tun etwas mit dem Glauben zu tun hat, ja aus dem Glauben erwächst. Und so sprechen wir auch gleich nach der Predigt das Glaubensbekenntnis. Kaschiert das auch das eigene Unwissen und bleibt »Glauben« ein Ausdruck für Unverbindlichkeit? Und noch etwas genauer gefragt: Geht es beim Glauben um das Für-wahr-Halten von irgendwelchen Sätzen und Glaubensinhalten, oder ist Glauben nicht ein ständiger Prozess, der ein Nicht-Wissen aushalten muss? Was also meine ich, wenn ich sage: »Ich glaube«?
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Leseprobe 2
Siegfried Kleymann

Auf dem Weg der Umkehr und der Erneuerung.

Fünf geistliche Orientierungen aus der Arbeit des Synodalen Weges


Vorbemerkung der Redaktion: Vom 8. bis 10. September 2022 findet in Frankfurt die IV. Vollversammlung des Synodalen Weges statt. Mit den folgenden Impulsen zum Orientierungstext, der als Grundlage für die Weiterarbeit im Frühjahr 2022 verabschiedet wurde, begleiten wir die Arbeit des Synodalen Weges und regen an, sie in den Gottesdiensten und Veranstaltungen der Gemeinden mitzutragen. Die folgenden Texte mögen Quelle und Inspiration dazu sein. Der gesamte Orientierungstext ist abrufbar auf der Homepage des Synodalen Weges (www.synodalerweg.de).

Orientierung finden
Wohin geht’s? Mit der Weltgeschichte, mit der katholischen Kirche, mit meinem eigenen Leben? Als Menschen in Bewegung sind wir, bevor es losgeht und wir aufbrechen, mit der Frage konfrontiert: Wohin soll es gehen? Welche Ziele erscheinen sinnvoll, welche Wege sind gangbar, welche Orientierungen scheinen hilfreich? Und worauf ist der innere Kompass geeicht?
Angesichts des Schreckens von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in der katholischen Kirche Deutschlands haben sich Bischofskonferenz und Zentralkomitee der Katholiken zusammen auf einen Reformprozess geeinigt, dem sie den Namen »Synodaler Weg« gegeben haben. Und sie haben damit die Weg-Metapher hervorgehoben. Prozess, Bewegung, Aufbruch, Suche, Entdeckung: Beim Synodalen Weg geht es um diese Erfahrungen des Unterwegsseins eines »wandernden Gottesvolkes«, wie die Kirche im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil auch genannt wird.

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