Vorbemerkung: Die Krankensalbung im Gemeindegottesdienst
Jeder Mensch hat eine unverwechselbare Lebensgeschichte und ist als soziales Wesen zugleich mit anderen Menschen zutiefst verbunden: Diese Grunderfahrung des Menschseins spiegelt sich in der Feier der Sakramente wider. Das gilt auch für die Krankensalbung. So ist neben der vielfach üblichen Spendung des Sakramentes am Krankenbett ebenfalls die Feier in Gemeinschaft vorgesehen. Die im Folgenden dokumentierten Ansprachen wurden im Rahmen einer solchen gemeinsamen Feier der Krankensalbung gehalten, wie sie einmal jährlich in der Gemeinde Heilig Kreuz in Münster im Rahmen der sonntäglichen Eucharistiefeier stattfindet. Das Sakrament kann dabei als Zeichen der Stärkung, Ermutigung und Tröstung für Leib und Seele von allen empfangen werden, die danach verlangen – unabhängig vom Grad der Bedürftigkeit oder der Schwere der Krankheit. Verbunden mit dem persönlichen Zuspruch ist es für die Kranken bestärkend, die Gemeinschaft mit den anderen Glaubenden zu spüren, die sich als der Stärkung und des Trostes Bedürftige zeigen. Für Gesunde wie Kranke ist die gemeinsame Feier ein wichtiges Zeichen, dass die mit der Krankheit verbundenen Erfahrungen ihren Ort in der Liturgie und im Leben der kirchlichen Gemeinschaft haben.
|