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»Der Prediger und Katechet« ist die älteste und auflagenstärkste Predigtzeitschrift im deutschsprachigen Raum.
Sie bietet homiletisch qualifizierte Hilfen für alle in der Verkündigung Stehenden: Priester, Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit diesem Dienst beauftragte Laien.

Unsere aktuelle Ausgabe 4/2022 mit folgenden Beiträgen:
Wort an die Leser
Peter Seul
Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Thema des Pfingstevangeliums ist die Angst der Jünger: Sie verstecken sich in einem Haus, hinter dicken Mauern und verschließen die Fenster und Türen. Angst ist seit zwei Jahren zu unserem ständigen Begleiter geworden, die Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Zu dieser Angst vor Infektion ist jetzt noch eine andere Angst gekommen, die Angst vor Krieg. Die Menschen in der Ukraine vergehen vor Angst, weil ein Despot ihr Land überfallen und alles in Schutt und Asche gelegt hat. Angst macht sich auch im Rest der Welt breit. Viele haben Angst davor, dass der Konflikt eskaliert.

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Leseprobe 1
Dreifaltigkeitssonntag
Stefan Walser

III. Lesepredigt: Auf der Suche nach dem unbekannten Gott (Röm 5,1–5)


Athen
Wortgewandt, sprachgewaltig – so kennen wir Paulus von Tarsus. Auf einer seiner Missionsreisen verschlägt es ihn eher zufällig nach Athen (vgl. Apg 17,16–34). Dieser kurze Zwischenstopp in der Metropole von Religion und Philosophie wird für seinen Glaubensweg wichtig. Wir erleben Paulus zwischen den Tempelbauten als einen Suchenden. Er merkt, dass die vielen Götter der Akropolis nicht das sind, wonach er sucht. Was ihn neugierig macht, ist der Altar für »einen unbekannten Gott«. Hier ist zumindest eine Leerstelle benannt für das, was der große Rhetoriker noch nicht in Worte fassen kann. Drei Gedanken tauchen in seiner improvisierten Rede auf dem Areopag auf. Erstens: »Gott« ist nicht einer unter vielen. Er steht über allem. Er hat die Welt erschaffen, und ihm haben wir unser Leben zu verdanken. Das ist die unerschütterliche Einsicht seines jüdischen Glaubens. Zweitens ist Paulus davon überzeugt, dass es uns in die Wiege gelegt ist, nach diesem unbekannten Gott zu suchen – »ob wir ihn ertasten und finden könnten«. Und er ist überzeugt, dass das kein abwegiges Unternehmen ist, denn so geheimnisvoll Gott scheint: Er ist uns immer schon nahe, wir »leben und bewegen uns« bereits in ihm. Schließlich ist da die starke persönliche Erfahrung mit Jesus von Nazaret, die ihn seit der Begegnung vor Damaskus nicht mehr loslässt. Von ihm spricht Paulus auch bei den Griechen – und von der Auferstehung. Spätestens hier steigen die geneigten Zuhörer auf dem Areopag aus …
Was Paulus bei seinem kurzen Aufenthalt in Athen verkündet – von Lukas in der Apostelgeschichte inszeniert – ist keine Theologie der göttlichen Dreifaltigkeit. Die findet sich bei Paulus überhaupt nicht. Was ihn antreibt, ist die Gottsuche – und die wachsende Gewissheit: Er ist kein anonym-abwesender Gott, sondern ein geheimnisvoll-naher Gott. Und in Jesus von Nazaret hat sich der »unbekannte Gott« gezeigt.

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Leseprobe 2

DAS THEMA: FEHLT GOTT?

Klaus Kleffner

Die Botschaft der Dunklen Nacht

Eine theologisch-homiletische Spurensuche in der spanischen Mystik


»Bisher konnte ich immer gut beten, die Heilige Schrift hat mich inspiriert, aber seit einiger Zeit kann ich weder zu Gott sprechen noch von ihm her etwas vernehmen.« – »All die Jahre habe ich meine Meditationsübungen genossen, konnte mich konzentrieren und war mit Gott ganz innig verbunden. Jetzt aber hat sich eine dunkle Wand dazwischengeschoben. Ich empfinde in meinen Übungen nichts mehr.« Seit Menschengedenken erfahren Betende und spirituell Suchende auf ihrem Weg persönliche religiöse Krisen. Die plötzliche oder manchmal auch schleichend sich einstellende Erfahrung von Gottesferne nach langer, intensiver Zeit unproblematisch erfahrener Gottesbeziehung ist Anlass zu Irritationen, Erschrecken und Enttäuschungen. Für viele geistlich Suchende und unter ihnen gerade für die spirituell hoch Engagierten scheint diese krisenhafte Erfahrung endemisch zu sein. Wir fassen in den unterschiedlichen christlichen Traditionen dieses Erleben mit den Begriffen Dunkle Nacht, Trockenheit, Eliasmüdigkeit, Gottesverdunklung, Gottferne, Gottvermissen oder anderen Begriffen. In diesem Erfahrungskreis leiden die Betroffenen oft große Not und machen schwerere Phasen von Ängsten, Traurigkeit und Verzweiflung durch. Die Ähnlichkeiten zur Depression liegen auf der Hand, allerdings ist die Dunkle Nacht davon zu differenzieren. Es gibt zwar Berührungspunkte beider Erfahrungsebenen und Phänomene, aber ihre Unterscheidung ist sinnvoll und hilfreich.1

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